Kindergarten

Die Bereitstellung ausreichender Plätze zur Betreuung von Vorschulkindern durch die Gemeinde Helsa hat verschiedene Aspekte und wird derzeit leidenschaftlich diskutiert.

Bisweilen unterstellen sich die verschiedenen Parteien nicht am Kindeswohl orientierte Motive. Das ist eine unschöne Entwicklung und trifft nicht den Kern des Problems. Die Bevölkerungsentwicklung und geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen erfordern die Erweiterung unserer Kindertagesstätten. Dies ist eine unbestrittene Tatsache und wird von allen politischen Akteuren akzeptiert. 

Besonders besteht dieser Bedarf derzeit im Ortsteil Eschenstruth. Eine Vorplanung im Jahr 2018 bezifferte die erforderlichen Investitionen mit einer Höhe von 1,5-1,7 Mill. €. Diese Investitionssumme ist für Helsa derzeit nur sehr schwer zu finazieren. 

Die Grüne Liste Helsa hatte daher Anfang 2019 beantragt, dass durch den Gemeindevorstand geprüft werden sollte, ob eine Waldkindergartengruppe im Ortsteil Eschenstruth dazu geeignet ist, dazu beizutragen den notwendigen Bedarf zu decken und dadurch den erforderlichen Finanzbedarf zu reduzieren. Dieser Antrag wurde einstimmig durch die Gemeindevertretung beschlossen. Trotz mehrmaliger Nachfrage wurde die beschlossene Prüfung bis heute vom Gemeindevorstand nicht durchgeführt!

Inzwischen liegt ein Vorschlag der SPD-Fraktion vor, der den Erwerb und Umbau eines Bürogebäudes in unmittelbarer Nachbarschaft vorsieht. Der Vorschlag erscheint auf den ersten Blick verlockend, erfordert allerdings einen sehr aufwendigen Umbau der Immobilie und wäre auch dann keine Ideallösung. Das Gebäude ist größer, als für den zusätzlichen Bedarf benötigt wird, aber zu klein, um den gesamten Kindergarten zu aufzunehmen.

Angesichts der begrenzeten finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde Helsa ist es unvermeidlich die verschiedenen Lösungsvarianten genau miteinander zu vergleichen.

Ich trete für eine ergebnisoffene Lösungssuche ein. Dabei müssen die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde ebenso berücksichtigt werden, wie die Bedürfnisse der Kinder, Eltern und Erzieher. Die Lösungssuche muss frei von Parteiinteressen erfolgen!