Breitbandausbau

Die Bereitstellung von schnellen Datenleitungen gehört längst zur erwarteten Infrastruktur und ist eine Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit einer Gemeinde. Ohne Internet ist eine aktive Teilnahme am heutigen Leben unmöglich. Die Bereitstellung schneller Internetzugänge ist ein Teil der menschlichen Daseinsvorsorge. Kein Gewerbe, keine Dienstleistung, Bank oder Arztpraxis ist heute ohne die schnelle Anbindung ans Internet denkbar.  

In Helsa ist es bis heute nicht gelungen, befriedigende Lösungen umzusetzen. Sicher ist dies nicht nur von der kommunalen Politik zu verantworten. Dennoch wurden in Helsa in den vergangenen Jahren viele Fehler begangen, die zu dem Zustand einen Beitrag geleistet haben. 

Derzeit verspricht das Unternehmen Goetel ein Glasfasernetz in jedes Haus zu verlegen. Für die kommunale Politik kommt es nun darauf an, Bedingungen auszuhandeln, die uns einen zukunftsfähigen Zugang zum Internet sicherstellen.

Die Erfahrungen mit ACO haben deutlich gemacht, dass es leider nicht ausreicht ein Netz mit hoher Bandbreite zur Verfügung zu stellen. Entscheidend kommt es darauf an, dieses auch zuverlässig zu betreiben. 

Von besonderer Wichtigkeit ist überdies ein Netz, dass auch anderen Anbietern die Nutzung erlaubt.  Qualität bebt vom Wettbewerb. Fehlende Alternativen führen immer zu Bedingungen, wie wir sie bei ACO erlebt haben. 

Auch konnten wir beim Netzausbau in Waldhof beobachten, dass es keineswegs ausreichend ist, den Ankündigungen zu vertrauen. Es müssen im Vorfeld Kooperationsverträge zwischen der Gemeinde und den Anbietern geschlossen werden, welche die Randbedingungen des Angebots regeln. Dazu gehören zeitliche Abläufe der Umsetzung ebenso, wie zugesicherte Bandbreiten und Vereinbarungen für den Fall von Problemen.

Ich setze mich seit Jahren für zukunftsfähige Internetanbindungen ein. Hierzu bringe ich die Kenntnisse aus meinem Studium, meiner beruflichen Tätigkeit  und meine über 35jährige Erfahrung im professionellen Umgang mit moderner Computertechnologie mit. 

Ich führe seit vielen Jahren Gespräche mit den zuständigen Stellen im Amt für ländliche Entwicklung des Landkreises Kassel, mit Projektentwicklern, verantwortlichen Stellen beim Land und der Breitband Nordhessen. Im Jahr 2016 habe ich in der Gemeindevertretung den Antrag gestellt, eine Arbeitsgruppe zu gründen, um ein zukunftsfähiges Breitbandkonzept für Helsa zu erarbeiten. Dies wurde von der SPD-Mehrheit abgelehnt. 

Inzwischen gilt Helsa geradezu als Sinnbild für gescheiterte Bemühungen an das schnelle Netz angeschlossen zu werden. 

Das Ziel des schnellen Internets darf sich nicht dem Profilierungswillen einzelner Akteure geopfert werden, sondern bedarf der gemeinsamen Anstrengung aller Kräfte. 

Es muss gelingen Helsa aus der Rolle des Zaungastes der modernen Informationsgesellschaft zu befreien!